… eine kulturelle Intervention im Stadtraum zur Erinnerung an die Ereignisse der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933
Der Wunsch nach einer erlebbaren Erinnerungskultur an das Ereignis der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 war im Jahr 2009 der Anlass für eine spontane kulturelle Intervention mit 10 Stühlen und 10 Büchern auf dem Bebelplatz in Berlin. Der Grundstein für das Projekt “ein Ort zum Lesen” war gelegt .
Die positiven Reaktionen der Passanten auf unsere Einladung einen Blick in Werke aus der Bibliothek der verbrannten Bücher zu werfen, auf dem Platz zu verweilen und dem Aufruf “ein Ort zum Lesen” zu folgen motivierte uns die Aktion in den folgenden Jahren in einem größeren Rahmen zu wiederholen.
“Ein Ort zum Lesen” symbolisiert die Rückholung und Übergabe der verbrannten Werke in die Hände der Menschen auf dem Platz. Um diesen Gedanken rund um die Uhr das ganze Jahr über zu ermöglichen bestehen erste Ideen zur Weiterentwicklung von “ein Ort zum Lesen”. Über eine Web basierte Bibliothek in Form einer digitalen Skulptur im Stadtraum könnten Leseproben und Hörbuchbeispiele aus der Bibliothek der verbrannten Bücher auf Smartphones übertragen werden um diese im Umfeld des Bebelplatzes flanierend anzuhören oder vor Ort zu lesen.
Wir würden uns freuen wenn Sie am 10. Mai die Gelegenheit nutzten können “ein Ort zum Lesen” auf dem Bebelplatz zu besuchen.